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Nichtmetalle sind chemische Grundstoffe, die elementare Körper ohne metallische Eigenschaften bilden. Typischerweise zählen 22 Elemente zu den Nichtmetallen: Gase - Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Fluor, Chlor und Edelgase; Flüssigkeiten - Brom; Festkörper - Bor, Kohlenstoff, Silizium, Phosphor, Arsen, Schwefel, Selen, Tellur, Iod, Astat.
Nur zwei Nichtmetalle - Kohlenstoff und Schwefel – waren auch in alten Zeiten bekannt. Im 13. Jh. wurde Arsen, im 17. Jh. Wasserstoff und Phosphor, und am Ende 18. Jh. - Sauerstoff, Stickstoff, Chlor, Tellur bekannt. In 1789 hat А. L. Lavoisier diese Nichtmetalle unter einfachen Substanzen registriert (mit Ausnahme von Chlor, da Chlor damals als oxydierte Salzsäure angesehen wurde). In der ersten Hälfte 19. Jh. werden Brom, Iod, Selen, Silizium, Bor bekannt. Man konnte erst am Ende 19. Jh. Fluor isolieren und Edelgase entdecken. Astat wurde künstlich in 1940 hergestellt.
Mit Ausnahme von Edelgasen, die eine sehr stabile Außenschale haben und deswegen fast chemisch inaktive sind, haben Nichtmetalle eine hohe Elektronegativität. Die Atome von Nichtmetallen bilden elementare Anionen (z.B., Cl-, O2-) oder komplexe Additionen zusammen mit anderen Elementen (z.B., ClO4-, SO42-, PO43-) durch Elektronaufnahme. Elektronegativität der Elementen im Periodensystem wächst innerhalb der Zeile von Alkalimetallen nach rechts, und innerhalb den Spalten – von unten nach oben. Halogene – Elemente der VIIa Gruppe - sind am meisten elektronegativ; die Elektronegativität nimmt von Fluor zum Astat ab. Sauere Oxyde, die mit Wasser verbunden Säuren bilden, erfolgen aus Verbindungen von Nichtmetallen mit Sauerstoff; die Kraft sinkt von Nebengruppe VIIa bis Nebengruppe IVa. Elementare Nichtmetall-Wasserstoff Additionen sind gasartig bei Zimmertemperaturen; Wasserlösungen von Wasserstoffadditionen der Nebengruppe VIla sind starke Säuren. Nichtmetall-Nichtmetall Additionen, z.B. Chlorfluorid CIF, Iodchlorid ICl, Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff) CS2, werden durch kovalente Bindung gekennzeichnet. Nichtmetall-Metall Additionen, z.B. Kaliumchlorid KCl, Magnesiumloxyd MgO, Aluminiumtribromid AlBr3, haben Ionenbindung Zurück |